Lokomotivführer Lombardi
VIERZEHNTES KAPITEL

Im Gotthardhospiz nahm das Personal das Frühstück in der grossen Stube neben der Küche ein. Die beiden Räume befinden sich im Erdgeschoss des alten Gebäudes, das meterdicke Mauern aus Granit hat. An zwei schweren Tischen sassen die Angestellten beieinander. Frauen, Mädchen und Männer, etwa zwanzig Personen. Lebhaftes Plaudern und Lachen ertönten. Scherzworte flogen hin und her. Man bildete hier oben, in 2'100 Metern über dem Meeresspiegel, eine Welt für sich und hielt zusammen. So wollte es der Padrone haben. Er selbst, der alte Battista Lombardi, gab sich zwar selten mit den Angestellten ab. Jedermann hatte sein Arbeitsfeld und verrichtete die Arbeit, die getan werden musste. Jeden Abend begab sich der alte Luigi, der Vormann, ins Büro des Padrone, um dort die Anweisungen für den nächsten Tag entgegenzunehmen. Wie Luigi diese Anweisungen weiterleitete und wie sie ausgeführt wurden, interessierte den Padrone scheinbar nicht. In Wirklichkeit entging seinen hellen, aufmerksamen Augen jedoch nichts, und wenn er mit der Ausführung eines Befehls nicht zufrieden war, so war Luigi auf einen Wink hin rasch zur Hand, um Ordnung zu schaffen. Luigi sass oben am Tisch. Die alten Bauern aus Airolo, die hin und wieder im Hospiz vorbeikamen, nannten ihn nach seiner Herkunft "Birgum", Bergamasker, obwohl er den schwierigen Dialekt der Aiorleser vollständig beherrschte und nun schon sechzig Jahre unter ihnen lebte. Ebenso fliessend sprach Luigi das Deutsch der Leute von Urseren und daneben Französisch und Englisch. Nur in einem zeigte Luigi die Treue zu seiner Heimat, dem Bergamaskerland, das er schon als Kind verlassen hatte. Sommer und Winter, Sonntags und Werktags, trug Luigi die rote "Fassa" um die Hüften geschlungen; daran erkannte der Eingeweihte die Herkunft des Trägers. Soeben hatte Luigi mit Jeanne, der kleinen Welschen, die erst einige Wochen im Hospiz diente, über ihre Heimat gesprochen. Jeanne war der Liebling aller. Sie war klein und zierlich, und zuerst hatte die dünne Luft hier oben sie ziemlich hergenommen und ihr die Arbeit erschwert. Doch die anderen nahmen ihr an Arbeit ab, was sie konnten, und so gewöhnte sich die Kleine rasch ein. Jetzt tönten ihr Lachen und ihr fröhlicher Gesang durch das ganze Haus. Das half auch den anderen, die oft schwere Arbeit leichter zu bewältigen. Noch nie war im Berghaus so viel gelacht und gescherzt worden wie seit dem Einzug der kleinen Jeanne. Sie kümmerte sich nicht um die düstere Miene des Padrone, und sie wusste auch nicht, welchen Kummer er mit sich herumtrug. Jetzt aber verstummte das Lachen und Plaudern im Essraum auf einen Schlag, als Battista Lombardi eintrat. Wortlos, mit finsterem Gesicht durchritt er den Raum und ging in die Küche, um dort eine grosse, mit Leder umnähte Feldflasche und zwei Ledertaschen auf den Tisch zu legen. Dann verliess er den Raum, wortlos und finster, wie er eingetreten war. Alle schauten betroffen der hohen Gestalt nach. Was mochte vorgefallen sein, dass der Padrone so böse dreinblickte ? Zwar sah man ihn nie lachen, doch war er auch nie ungerecht oder schroff gegen das Personal. Viele, die ihn nur oberflächlich kannten, hielten ihn einfach für einen verschlossenen Menschen, der seine eigenen Wege ging. "Luigi, was ist mit dem Padrone ?" Besorgt hatte Jeanne gefragt, die erste, welche die beklemmende Stille unterbrach. Luigi senkte den Kopf. Eine tiefe Falte grub sich in seine Stirne. So sass er lange da und hielt die Augen geschlossen. Gespannt blickten alle auf den Alten. Was ging da vor, warum sprach Luigi nicht ? Erst nach einer langen Weile öffnete Luigi den Mund: "Ich will es dir sagen, Jeanne. Heute vor fünfzehn Jahren hat der Padrone hier in diesem Raume seinem einzigen Sohn, dem sechzehnjährigen Battistino, die Türe gewiesen, hat ihn hinausgejagt in eine grauenhafte Sturmnacht und ihm verboten, das Haus jemals wieder zu betreten. Ja, heute sind es fünfzehn Jahre her, und die Erinnerung daran bedrückt den Battista. Jedes Jahr treibt es ihn an diesem Tag hinaus. Er will allein sein mit seinen Gedanken und mit seinem Leid." Erschüttert hatten alle den Worten des alten Mannes gelauscht. Viele der Angestellten, die schon seit Jahren bei der Familie Lombardi dienten, wussten von dem Sohne, der nicht heimkommen durfte, aber die näheren Umstände dieses Familienzwistes waren ihnen nicht bekannt. Deshalb unterstützten alle die Bitte der kleinen Jeanne, Luigi solle ihnen die Geschichte erzählen. Schon oft hatten sie gespannt den Worten des Alten gelauscht, an langen Winterabenden, wenn Stürme um das Haus tobten. Meist erzählte er dann von fernen Ländern oder vom Betrieb im Berghaus zu der Zeit, als noch der ganze Personen- und Güterverkehr über den Berg geleitet wurde. Bedächtig schaute Luigi ringsum und sah, dass alle Blicke erwartungsvoll auf ihn gerichtet waren. Er wandte sich wieder an Jeanne: "Es ist eine lange Geschichte, Jeanne. Darum ist jetzt keine Zeit dazu. Aber heute Abend, wenn Ruhe herrscht im Hause, will ich euch erzählen, wie das alles kam, denn ich war damals zugegen. Ich bin mit dem Padrone gross geworden, ja, wir waren wie Brüder, der Battista und ich. Auch den Battistino habe ich gross werden sehen, habe oft mit ihm gespielt. Doch jetzt an die Arbeit, Leute! Maria, ihr füllt dem Padrone die Flasche. Wie immer Tee mit Milch und in die Taschen den üblichen Proviant."

Die Angestellten erhoben sich und begaben sich an ihre Arbeit. Die Köchin Maria besorgte den Proviant für ihren Herrn und brachte die beiden Taschen samt der Feldflasche hinüber zum Stall, wo der leichte Wagen für den Padrone schon bereit stand. Soeben spannte ein Knecht die beiden Pferde ein. Der Proviant wurde in einen Kasten unter dem Sitz verstaut, neben einigen Säcken, die Hafer für die Pferde enthielten. Breit und wuchtig stand auf der anderen Seite der Strasse, die zwischen den Gebäuden durchführte, das Hospiz auf seinem Fundament aus Granit. Seit Jahrhunderten trotzte es den Stürmen des langen Winters und den grausigen Hochgebirgswettern im Sommer. Jetzt fielen die ersten Strahlen der Sonne hinter dem Monte Prosa hervor auf das Haus und warfen Feuergarben in die blinkenden Fenster. Gäste, die die Nacht im Hospiz verbracht hatten, gingen um das Haus und am kleinen Bergsee spazieren. Drüben in der Depandance waren zahlreiche Autos eingestellt. Chauffeure eilten geschäftig um die Wagen, füllten Benzin und Öl ein und nahmen Reparaturen vor. Es herrschte ein lebhaftes Treiben auf dem kleinen Platz vor dem Hospiz. Autos kamen und andere fuhren weiter. Die meisten Passanten machten vor dem weltbekannten Berghaus halt. Still schauten die hohen, schroffen Berge hernieder auf das Getümmel der Menschen. Tiefschwarze Flanken und Schründe hoben sich von den weissen Gipfeln scharf ab. Trotz der strahlenden Sonne blies ein kalter Wind aus der Tremola herauf. Battista Lombardi trat aus dem Wirtschaftsgebäude, bekleidet mit einer abgetragenen Lederjacke. Sorgsam prüfte er das Geschirr der beiden Pferde; dem Treiben der Fremden und den Autos schenkte er keinen Blick. Bedächtig bestieg er dann seinen Wagen, wickelte sich eine Wolldecke um die Beine und schwenkte die Peitsche mit dem silbernen Griff grüssend zum Hospiz hinüber, wo seine Frau am Fenster stand. Ein leises Zungenschnalzen, und die Pferde zogen an. Mit hocherhobenem Kopf lenkte Battista Lombardi sein Fuhrwerk durch die zahlreichen Autos nach Norden.

Auf der freien Strasse konnte er das Gefährt ruhig den beiden Pferden überlassen, die ihren Weg und ihre Aufgabe kannten. So blieb ihm Zeit zum Grübeln. Es hatte ihn heute, wie jedes Jahr an diesem Tage, fortgetrieben aus seinem Heim; er konnte die vorwurfsvollen Blicke seiner Frau und seiner Töchter nicht ertragen. Wohl hatte er damals in seiner Wut seinen Sohn aus dem Haus gejagt, doch wie schwer hatte er seither seine Tat bereut... Aber nachgeben, den Fehler eingestehen... das gab es bei Battista Lombardi nicht. Welch grosse Hoffnungen hatte er auf seinen einzigen Sohn gesetzt, und wie schändlich hatte der Junge sie zunichte gemacht. Den Kampf damals hatte er nicht gegen seinen Sohn, sondern für ihn und seinen Lebensplan geführt. Und dann war alles zerbrochen, die stolzen Hoffnungen mussten begraben werden. Das Lebenswerk der Lombardis sollte zerfallen. Bedächtig zogen die Pferde den Wagen den Bergsee entlang. Wenn ihnen ein Auto begegnete, wichen sie aus, an den Rand der Strasse. Wie auf Befehl wendeten sie dabei die Köpfe auf die Seite, und wer gleichzeitig ihren Herrn betrachtete, der konnte sehen, dass auch er seinen Kopf wegwandte. Er mochte die Autos nicht, sie waren seine Feinde, sie hatten ihm den Sohn gestohlen. Um nichts in der Welt würde er jemals ein Auto benützen, und ebensowenig einen Zug, nachdem sein Sohn nun bei der Eisenbahn angestellt war. Gegen die Bahn hatte vor vielen Jahren sein Vater den Kampf eröffnet, und gegen sie und die Autos kämpfte er jetzt, denn die Bahn und die Autos hatten ihm seinen Sohn geraubt und seiner Väter Lebenswerk zugrunde gerichtet. Einst waren die Lombardis die Beherrscher der Alpenpässe gewesen. Und heute ? Mühsam kam er mit seinen Pferden in einem Tag von einer Passhöhe zur anderen, während das moderne Teufelszeug diese Tour in einer Stunde bewältigte. Er wusste das und musste es anerkennen, aber dieser sichtbare Vorteil der Kraftfahrzeuge bestärkte ihn nur in seinem trotzigen Abwehrkampf gegen sie. Nach der ebenen Strecke auf der Passhöhe verfielen die Pferde auf der fallenden Strasse in einen leichten Trab. Weiter unten gewahrte Lombardi eine Holzfuhre. Scharf blickte er aus und lenkte seinen Wagen in einer Strassenkurve an den inneren Rand. Dort erwartete er das schwer beladene Fuhrwerk. Bald kam es hinter der Krümmung in Sicht, und der Fuhrmann stellte sein von vier kräftigen Pferden gezogenes Gefährt neben dasjenige seines Herrn. "Guten Morgen, Padrone. Gut geladen, nicht ?" Battista Lombardi hatte die Ladung schon mit Kennerblick betrachtet. Kein Scheit des hochbeladenen Wagens hatte sich auf der Fahrt verschoben. "Ist recht. Schätze zweiundzwanzig Doppelzentner." "Stimmt fast, es sind einundzwanzig." "Drüben alles in Ordnung ?" "Jawohl, Padrone. Es sind noch etwa sechshundert Doppelzentner geschlagen, Tannenholz; dann kommt das harte." "Gut, das wird vorläufig genügen. Aber besser ist es, etwas mehr zu haben, als zu wenig. Wer weiss, wie der Winter werden wird." Während des kurzen Gesprächs hatte der Fuhrmann das Geschirr seiner Pferde nachgesehen. Jetzt murmelte er einige Abschiedsworte, und das schwere Gefährt rollte weiter, der Passhöhe zu. Auch Battista Lombardi fuhr weiter. Oberhalb Hospental lenkte er seinen Wagen von der Passstrasse ab und hielt vor einem aus grossen Granitquadern erbauten Hause. Wie das Hospiz besass auch dieses Haus einen mächtigen Unterbau; die unteren Räume enthielten aber nur Ställe. Auf der Granitplatte über der schweren Eingangstür stand _1799 Suworow_ Derselbe Name und dieselbe Jahreszahl waren auf dem silbernen Griff von Lombardis Peitsche eingraviert. Sein Grossvater hatte sie als Geschenk von dem russischen General erhalten, als dieser mit seinen Truppen über den Gotthard zog. In dem Berghaus, das Lombardi jetzt betrat, der ehemaligen Station Nr. 8, hatte sich der General einige Tage aufgehalten. Jetzt diente das Gebäude nur noch gelegentlich als Unterkunft. Keine wohlausgeruhten Pferde wieherten mehr in den Ställen und warteten darauf, vor die ankommende Post gespannt zu werden. Keine müden Reisenden, die seit Tagen und Wochen unterwegs waren, verlangten nach Speise und Trank. Die Station Nr. 8 hatte ausgedient; ihre Zeit war vorüber. Lombardi inspizierte das Haus gründlich, um festzustellen, ob die Winterstürme Schaden angerichtet hatten. Da er alles in Ordnung fand, fuhr er weiter. In Hospental machte er einen kurzen Aufenthalt und erledigte einige Geschäfte. Die dortige Station Nr. 7 war vor längerer Zeit verkauft worden und diente jetzt als Lagerhaus. Den nächsten Aufenthalt gab es in Realp, wo sich im Hause eines Bekannten einige Bauern aus Urseren eingefunden hatten, mit denen Lombardi bald eifrig verhandelte. Zuerst wurde natürlich über das Wetter gesprochen wer würde auch mit der Tür ins Haus fallen! -, dann kamen die Aussichten für den Sommer an die Reihe. Man fragte nach diesem und jenem gemeinsamen Bekannten und tauschte Neuigkeiten aus der engeren und weiteren Heimat aus. Bedächtig folgte Rede auf Gegenrede, und nur auf Umwegen kam das Gespräch auf den Gegenstand, dem diese Zusammenkunft galt, auf das Vieh. Battista Lombardi war einer der grössten Viehhändler der Gegend. Nach langem Hin und Her, nach hartnäckigem Markten, zuerst um „Napoleons", dann um "Thaler", hatte Battista Lombardi achtzehn Stück Grossvieh erstanden. Nur selten machte er seine Käufe an den grossen Märkten in Urseren, im Bedretto- oder Bleniotal. Wohl besuchte er die Märkte stets und prüfte die aufgefahrene Ware, aber es musste schon ein besonders schönes Stück sein, wenn Lombardi es auf dem Markt kaufte, um es vor fremdem Zugriff zu bewahren. Gewöhnlich beobachtete er nach den Märkten monatelang auf den Alpen die zum Verkauf gestellten Stücke und traf seine Wahl später. Noch nie war ihm dabei ein Missgriff unterlaufen. So erstand er ganze Herden, sömmerte sie auf den eigenen Alpen und verhandelte sie dann im Herbst nach Italien. Mit kräftigem Handschlag war der Kauf abgeschlossen worden. Kein Brief, kein Vertrag bekräftigte und bestätigte den Handel in der Höhe eines kleinen Vermögens. An Martini würde Battista Lombardi unfehlbar bei den Verkäufern vorfahren und die blanken Geldstücke auf den Tisch zählen, ohne Mahnung, ohne Buchhaltung und ohne jede Quittung. So war es alter Brauch, dem Käufer und dem Verkäufer heilig. Das gekaufte Vieh hatte Lombardi letzten Herbst gesehen und jetzt nach Gewicht vom Verkäufer angegeben erhandelt, eine Vertrauenssache. Keinem würde es einfallen, den anderen auch nur um ein Kilo zu betrügen.

Bald nach Mittag fuhr Battista von Realp weiter, und erst eine Stunde oberhalb des Dorfes hielt er an, um Mittagsrast zu machen. Er liebte es nicht, in einem Gasthof zu essen. So suchte er sich oberhalb der Passstrasse unter den grossen Tannen beim Galenstock einen Platz, wo er sein mitgebrachtes Essen verzehrte. Sinnend sass er dann noch eine Zeitlang da und blickte in das enge Tal, aus dem er gekommen war. Die trotz den Jahren immer noch aufrechte, kräftige Gestalt sank sichtbar zusammen. Hier sass er allein, und allein erledigte er seine Geschäfte. Wer mochte das alles betreiben, wenn er einmal nicht mehr da war ? Sein Sohn, auf den er alle Hoffnung gesetzt, hatte ihn verlassen. Die Töchter konnten den weitläufigen Betrieb nicht weiterführen. Wie stolz war er gewesen, als sein Battistino schon als Vierzehnjähriger vierspännig die schwersten Fuhren über den Berg führte. Jetzt führte er oft tausendmal soviel an einem Tag hin und her... mit der Bahn, der grössten Feindin der Lombardis... Endlich brach der alte Mann wieder auf. Schon oft hatte er in den letzten Jahren darüber nachgedacht, was wohl aus seinem Betrieb werden würde, ohne eine Antwort zu finden. Gemächlich zogen die Pferde das leichte Gefährt aufwärts, der Furkahöhe zu. Kräftig knallte der Padrone mit der Peitsche, als er vor dem Hospiz anlangte. Ein Knecht eilte herbei und übernahm Pferde und Wagen. Im Gastzimmer des Hauses begrüsste Battista Lombardi seine Schwester Ernestina. Die Ähnlichkeit der Geschwister war gross. Beiden waren die Merkmale der romanischen Rasse eigen. Die Schwester bereitete Battista einen Imbiss und erkundigte sich nach ihrer Schwägerin und nach den Geschäften. Seit ihr Mann, der Strassenmeister von Urseren, vor einigen Jahren gestorben war, führte sie die Furkahöhe, einen Familienbesitz der Lombardis, allein und hatte zahlreiche Angestellte unter ihrem Zepter. Obwohl Battista wusste, dass seine Schwester alles in mustergültiger Ordnung hielt, machte er einen gründlichen Rundgang durch das ganze Haus. Er war der Älteste, das Oberhaupt der Familie, und infolgedessen für das Wohlergehen aller Mitglieder und für das, was sie besassen, verantwortlich. So war es unter seinem Grossvater und seinem Vater gewesen, und so hielt er es auch. Der Betrieb auf der Furka war nicht so gross und ausgedehnt wie auf dem Gotthard. In den Ställen und Magazinen war alles in guter Ordnung. So konnte Battista sich frühzeitig zur Ruhe begeben, und das war ihm lieb, denn am nächsten Tag wollte er weiter, über Andermatt zur Oberalp, die auch ein Familienbesitz der Lombardis war. Auf dem Wege dorthin hatte er gleichfalls Geschäfte zu besorgen.