Lokomotivführer Lombardi
DRITTES KAPITEL

Wenn man von Airolo mit dem Zug nach Süden fährt, gewahrt man nach der Durchfahrt in Faido auf der rechten Talseite die Werkstätten der Gebrüder Ferrari, zuerst die Schmiede, die Schlosserei, die Dreherei, etwas später die Werkstatt für Feinmechanik und die für Autoreparaturen. In der Schlosserei arbeiteten die beiden jüngsten Lehrlinge, neben ihnen, an den grossen, hellen Fenstern, werkten ältere Lehrlinge und Schlosser. An der gegenüberliegenden Wand waren zahlreiche Maschinen aufgestellt. Der Vorarbeiter sass in einem gesonderten Raum hinter Glaswänden oder arbeitete an der nächsten Werkbank. Battistino Lombardi und Giuseepe Dotta waren die beiden "Neuen". So nannte man die Lehrlinge, bis die dreimonatige Probezeit vorbei war; erst dann wurden sie regelrechte "Stifte", die ein Anrecht auf einen eigenen Namen hatten. Sie arbeiteten noch an ihrem ersten Stück, dem "cubo", einem grossen Würfel aus Stahl, den schon mancher Lehrling verflucht hatte, und über dem schon viel Schweiss und Tränen vergossen worden waren. Vor drei Tagen waren die beiden Neuen eingetreten. Giuseppes Vater hatte sie bis zum Büro des Meisters begleitet, und dann waren sie untergetaucht im Getriebe der Werkstatt, dass ihnen Hören und Sehen verging. Alfredo Ferrari, der ältere der beiden Unternehmer, machte nicht viele Worte, als er die beiden Jungen in Empfang nahm. Er leitete den kaufmännischen Teil des Betriebs, während der jüngere Bruder die technische Leitung besorgte. Für den Kaufmann waren die beiden Neuen, nachdem er die üblichen Fragen gestellt hatte, zwei Nummern, und als zwei Nummern figurierten sie für ihn während der folgenden drei Jahre in den Listen der Firma. Dieselben Nummern hingen auch an den Kleider- und Werkzeugkästen der beiden Neuen. Fräulein Alfa, die Sekretärin, führte die beiden Jungen durch die ausgedehnten Werkanlagen und übergab sie in der Schlosserei dem Vorarbeiter Bruni. Die Arbeiter und Lehrlinge in der Abteilung schauten einen Augenblick auf und musterten die Neuen. Das geschah nicht nur aus Neugier; jeder wollte auch prüfen, ob man an den beiden wohl bald eine Hilfe haben würde. Bruni wies den Neuen ihre Plätze an und öffnete ihre Werkzeugkästen, denen er zwei Feilen und einen stählernen Winkel entnahm. Unterdessen hatte ein Lehrjunge, der nicht viel älter sein konnte, als die beiden Neulinge, zwei stählerne Würfel gebracht und auf die Werkbank gelegt. Mit einem wollenen Lappen rieb der Vorarbeiter den einen der sorgfältig geölten Würfel ab. "Sie sind eingefettet, damit sie keine Rostflecken bekommen", sagte er und betrachtete liebevoll das glänzende Stück Metall. "Schaut jetzt diese Würfel gut an, ihr beiden. Die Flächen sind spiegelglatt und stehen genau im rechten Winkel zueinander." Er legte den stählernen Winkel kantig auf eine Fläche und liess die Jungen zwischen Kante und Fläche gegen das Licht blicken. Kein noch so feiner Schimmer drang durch; die Fläche war vollkommen eben. So zeigte er ihnen alles sechs Seiten des Würfels und erklärte dazu: "Die erste Arbeit, die ihr nun ausführen werdet, wird euch sicher schwer und auch überflüssig vorkommen. Sie ist aber notwendig, damit ihr lernt, das Werkzeug richtig zu handhaben und damit sich die betreffenden Muskeln eueres Körpers lösen. Es haben schon viele Jungen mit dem cubo angefangen; diejenigen, die ihn nicht fertig brachten, sind nie gute Mechaniker geworden." Der Vorarbeiter legte den stählernen Klotz beiseite und zeigte den beiden Neulingen an einem Stück Eisen, wie man die Feile halten muss, damit sie leicht über das Metall gleitet und es dabei doch noch angreift. Dann nahm er den Würfel abermals in die Hand und blancierte ihn, indem er sagte: "Die Kanten sind jetzt ziemlich genau zehn Zentimeter lang, der Würfel ist also tausend Kubikzentimeter gross. Wie schwer ist er wohl?" "Siebentausendachthundert Gramm, Signor Bruni", antwortete Pep ohne Zögern. "Gut, gut", erwiderte der Vorarbeiter. "Nun seht euch den Würfel nochmals genau an. Jeder von euch bekommt einen, um die Seiten glatt zu feilen. Nach beendeter Arbeit müssen die Würfel wieder genauso aussehen, wie diese hier. Der letzte Neue hat dazu sechs Tage gebraucht." Mit diesen Worten holte Bruni vom Nebentisch einen Hammer und schlug damit in alle sechs Flächen tiefe Kerben. Die Arbeiter und Lehrlinge schauten herüber und freuten sich über die erstaunten Gesichter der Neuen. Als könnte er ihre Gedanken lesen, bemerkte Bruni: "Schade, nicht war? Es tut mir selber leid. So gut wie diese beiden Würfel wurden schon lange keine mehr gefeilt." Er musterte die beiden Jungen prüfend: "Macht's nach", sagte er und ging an seine Arbeit. Battistino sah seinen Freund an, und Pep las in Battistinos Augen, was er dachte: Was andere fertiggebracht haben, bringen wir auch fertig. Noch oft wechselten die beiden Freunde solche Blicke in den nächsten Tagen, wenn ihre schmerzenden Hände die Feile beinahe nicht mehr zu halten vermochten. "Mach's nach", flüsterte dann einer dem anderen zu. Der Vorarbeiter hatte ohne viele Worte ihren Ehrgeiz geweckt. Als Battistino die ersten Feilenstösse auf der Fläche seines Würfels machte, fand die Feile zuerst keinen Halt, so dass er beinahe kopfüber auf den Schraubstock geflogen wäre. Bei den folgenden Stössen musste er seine ganze Kraft aufwenden, um die Feile vorwärts zu bringen, weil er sie hinten zu tief hielt und der scharfe Stahl auf der Kante hart angriff. Er versuchte immer wieder, die langsamen, weit ausholenden und angriffigen Bewegungen nachzumachen, die der Vorarbeiter ihnen gezeigt hatte. Wenn er einen Augenblick Atem holte, schaute er zu seinem Freunde hinüber, und dann sah er, dass Pep mit den gleichen Schwierigkeiten kämpfte, wie er selber. Nachdem die beiden Jungen sich etwa eine Stunde damit abgemüht hatten, eine der Flächen glatt zu feilen, ohne dabei recht vorwärtszukommen, trat einer der Arbeiter zu ihnen. Er nahm Giuseppe die Feile aus der Hand und sagte lachend: "Du bist ja stark, Giuseeppe, aber du musst mit deinen Kräften haushalten. Morgen ist auch noch ein Tag. Ihr könnt zu Anfang natürlich nicht Späne fliegen lassen, wie unser Vorarbeiter. Zuerst nur schwach drücken... gut führen... so..." Leicht und sicher führte er einige Feilenstösse aus. Die beiden Jungen, die aufmerksam zusahen, nickten eifrig mit dem Kopfe. So wollten sie es ja auch machen. Dann feilten sie weiter, und erst als es in der Werkstatt plötzlich ruhig wurde, weil alle Maschinen abgestellt worden waren, merkten sie, dass niemand mehr schaffte. Die Männer sassen auf Kisten und Werkbänken und assen ihr "Znüni". "Aha, Pause", dachte Battistino. Die beiden Neuen getrauten sich jedoch nicht, ihre Arbeit ruhen zu lassen, bis ein Arbeiter rief: "Stop!" Da liessen sie ihre Feilen sinken, und nun verspürte Battistino ein leichtes Kribbeln im Unterarm. "Eh, Giovanotti", rief ein Arbeiter und wies auf ein Stück Brot, das er in der Hand hielt. Weder Battistino noch sein Freund hatten etwas zu essen mitgebracht; daran hatte niemand gedacht. Bedauernd schüttelte Battistino den Kopf. Der Arbeiter brach die Hälfte von seinem Brot ab. Er winkte damit Battistino und warf es ihm zu. Lachend fing der Junge das Brot auf und teilte es mit seinem Freunde. Ein älterer Lehrling brachte Pep einen Apfel, der ebenfalls geteilt wurde. In der Pause betrachteten die beiden Neuen aufmerksam die Werkstatt, während die Arbeiter miteinander plauderten und lachten, bis ein Glockenzeichen zur Wiederaufnahme der Arbeit rief. Als Battistino von der Werkbank aufsprang, verspürte er einen stechenden Schmerz im Rücken. "Aha, meine Muskeln lösen sich", dachte er vergnügt. Er ahnte nicht, dass sich seine Muskeln in den nächsten Tagen so sehr lösen würden, dass es ihm vorkam, als ob ihm die Knochen im Leibe einzeln auseinanderfielen. Battistino schielte zu seinem Freunde hinüber und sah, dass Pep schon wieder an der Arbeit war, dabei aber seine Lippen fest zusammenpresste. So setzte auch er die Feile an. Sonderbar, sie dünkte ihn jetzt bedeutend schwerer, als vor der Pause. Die Fläche seines Würfels war nun nicht mehr glatt und glänzend. Dafür schien es ihm, dass die Kerbe in der Fläche etwas weniger tief war, da er bereits einige Zehntelsmillimeter abgefeilt hatte. Ein Arbeiter trat zu ihm und kontrollierte mit dem Winkel die Fläche. Sie war vorne tiefer als hinten und neigte nach links. Nun zeigte ihm der Arbeiter, wie man von der Ecke aus mit der Feile leicht gleitend die Fläche bearbeiten musste, um sie genau in den rechten Winkel zu bringen. "Mit den Händen geht es schon etwas besser", sagte er. "Jetzt musst du nur noch etwas mehr mit dem Kopf arbeiten. Du darfst keinen Feilenstoss zuviel und keinen zuwenig machen!" Mit neuem Mut stürzte sich der Junge auf die Arbeit. Während der kurzen Pause hatten sich seine schmerzenden Muskeln entspannt. Es freute ihn auch, dass die Arbeiter ihnen nicht feindlich gesinnt waren, wie er anfangs geglaubt, als sie bei seinen ersten ungelenken Feilenstössen gelacht hatten. Unverdrossen arbeitete er weiter, feilte bedächtig und spürte bei jedem Stoss, wie der scharfe Stahl den Würfel angriff. Die Müdigkeit, die er zuerst nur in den Vorderarmen verspürt hatte, dehnte sich auf den ganzen Körper aus. Sie kroch ihm den Rücken hinunter und endete in den vor Anstrengung zitternden Wadenmuskeln. Das Läuten der Glocke am Mittag bedeutete für die beiden Neuen eine Erlösung. Diesmal warteten sie nicht erst ab, dass man sie aufhören liess, sondern legten zur gleichen Zeit wie die anderen ihr Werkzeug weg. In der Kantine des Betriebes nahmen sie mit den übrigen Lehrlingen und Arbeitern ihre Mahlzeit ein. Sie spürten erst jetzt den Hunger, und auch die Anstrengung wirkte sich während der anderthalbstündigen Pause aus. Ihre Glieder waren bleischwer und wie zerschlagen. Trotzdem fanden sie sich lange vor Arbeitsbeginn wieder an ihrem Platz ein und schauten sich in der Werkstatt um. Wenn sie erst einmal mit der Probearbeit fertig waren, dann würde es schon besser gehen. Einer der älteren Lehrlinge zeigte ihnen, wie sie beim Feilen die Anstrengung auf den ganzen Körper verteilen mussten, um nicht einzelne Muskeln zu stark anzuspannen. "Der ganze Körper muss die Gegenkraft der Feile überwinden helfen", sagte er und machte ihnen die Bewegungen vor. "Es ist verkehrt, nur die Arme zu bewegen und den übrigen Körper krampfhaft gerade halten zu wollen, wie ihr es heute Vormittag gemacht habt. Mit den Kräften haushalten, Giovanotti", schloss er den wohlgemeinten Rat. Bald darauf rief die Glocke zur Arbeit, und in der Werkstatt setzte erneut der ohrenbetäubende Lärm der Maschinen, das Hämmern, Feilen und Nieten ein. Stunde um Stunde feilten die beiden Neuen an ihren Klötzen. Die in die erste Fläche gehauene Kerbe wurde flacher und flacher. Der Vorarbeiter überzeugte sich von Zeit zu Zeit vom Fortschritt der Arbeit und prüfte mit dem Winkel die Ebene. Wohlwollend sagte er einmal zu den beiden: "Da ihr an dieser Fläche bald genug abgefeilt habt, müsst ihr jetzt bei jedem Feilenstoss aufpassen. Steht die erste Seite nicht im rechten Winkel zu den anderen, so müsst ihr bei den anderen nur um so mehr abfeilen. Man muss denken bei der Arbeit; dann spart man Kraft und Zeit." Mit neuem Eifer stiess Battistino die schwere Feile auf den hartnäckigen Stahl. Hin und wieder warf er einen Blick durch das grosse Fenster und sah die Sonne sich dem gegenüberliegenden Berghang nähern. "Gott sei Dank, dachte er". Die müden Arme konnten die Feile beinahe nicht mehr halten; ihr Gewicht schien sich seit dem Morgen verzehnfacht zu haben. In den Beinen spürte er ein leichtes Zittern, und der Kopf drohte ihm zu zerspringen. Er schaute zu Pep hinüber. Ob der wohl auch so litt? "Mut", flüsterte ein Lehrling, als er bei Battistino vorbeiging. Der Junge riss sich zusammen. Hatte man ihm sein Schlappwerden angesehen? Der Vorarbeiter trat noch einmal zu den beiden Jungen und kontrollierte ihre Arbeit. Er nahm den Winkel, legte ihn auf die Fläche und schaute gegen das Licht. Beklommen standen Battistino und Pep daneben und verfolgten klopfenden Herzens die eingehende Prüfung. Die gefeilte Fläche war eben, aber noch nicht glatt, die eingehauene Kerbe ausgefeilt. Ohne ein Wort zu sagen, legte Bruni Würfel und Winkel weg und nahm zwei andere, bedeutend kleinere Feilen aus den Werkzeugkästen. "So, morgen fahrt ihr mit diesen Feilen fort, damit die Flächen auch glatt werden", sagte er. Gleich darauf verkündete die Glocke den ersehnten Feierabend. Die Motoren wurden abgestellt, alle Werkzeuge weggeräumt, und in den Werkstätten trat Ruhe ein, so dass man nicht mehr schreien musste, um sich zu verständigen. Beinahe als letzte verliessen die beiden Neuen die Werkstatt. Eine zeitlang gingen sie schweigend nebeneinander her; jeder war mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt, und keiner wollte dem anderen gestehen, wie sehr ihn dieser erste Arbeitstag angestrengt hatte. Im Dorfe trennten sie sich. Pep wohnte bei Verwandten; Battistino war bei dem Bahnbeamten Beffa untergebracht worden. Am Morgen, als sie von Airolo gekommen waren, hatte Cesare Lombardi bei der Familie Beffa nur Battistinos Koffer abgegeben, und nun sollte der Junge die Leute kennenlernen. Zum ersten mal lebte er unter fremden Menschen. Erwartungsvoll betrat er das Haus. Frau Beffa hatte Battistino kommen gesehen und empfing ihn an der Haustür. Sie bemerkte seinen müden Gang. "Der arme Junge", dachte sie mitleidig und führte ihn in die Küche. Vater Beffa sass am Fenster und las die Zeitung. Er betrachtete den Eintretenden prüfend und reichte ihm die Hand mit den Worten: "Sei willkommen bei uns, Battistino. So ein Bub hat uns gefehlt." Auf die beiden Mädchen deutend, die am Tisch ihre Schulaufgaben machten, fuhr er fort: "Wirst wohl gut auskommen mit den beiden da." Die zwölfjährige Anna und die achtjährige Berta gaben ihrem neuen Hausgenossen die Hand. Den ganzen Tag waren sie gespannt gewesen, wie er wohl aussehen würde, ihr "Zimmerherr", wie die Mutter ihn nannte. Jetzt freuten sie sich, dass der Zimmerherr ein Junge war. Auf einen Wink der Mutter räumten die Mädchen ihre Schulsachen weg und deckten den Tisch. Während des Essens fragte Frau Beffa den Jungen teilnahmsvoll, wie es in der Werkstatt gegangen sei. Battistino gab nur einsilbige Antworten; man merkte ihm die Müdigkeit an. Sofort nach dem Essen führte die Hausfrau ihren Gast in das freundliche Dachzimmer. Sie werde ihn am Morgen beizeiten wecken, sagte sie und wünschte ihm gute Nacht. "Der arme Junge", wiederholte sie, als sie in die Küche zurückkehrte. "Ja, er ist schachmatt, aber ein kräftiger Bursche wie er klappt nicht so leicht zusammen", sagte Herr Beffa. "In einigen Tagen wird er das Ärgste überstanden haben." Battistino setzte sich in seinem Zimmer an den Tisch beim Fenster, um seiner Mutter eine Karte zu schreiben. Sicher hatte sie den ganzen Tag an ihn gedacht, und nun wollte er ihr berichten, was er erlebt hatte. Er stützte den müden Kopf in die Hand. Wirre Bilder tauchten vor ihm auf. Der Vorarbeiter erschien und rief anfeuernd: "Macht's nach!" Pep und er spielten Ball mit einem Stück Brot, und ein Arbeiter rief laut dazwischen: "Haushalten mit der Kraft, Giovanotti!" Battistino zuckte zusammen - er sass im Dunkeln. Wo war er nur? Seine Arme schmerzten furchtbar; kühle Nachtluft wehte zum Fenster herein, und er fror. Er strengte sich an, um herauszufinden, wo er sich befand. Nur langsam erinnerte er sich an die Erlebnisse des Tages. Seine Augen weiteten sich und gewöhnten sich an das Dunkel. Im schwarzen Fensterrahmen vor sich sah er düstere, steil ansteigende Berghänge, nicht die hellen Bergspitzen, wie er sie tausendmal vom Hospiz aus im silbernen Glanze des Mondes betrachtet hatte. Langsam kam ihm zu Bewusstsein, wo er sich befand: in Faido! Als er sich vom Tisch erhob, schmerzte ihn der Rücken, als ob etwas gebrochen wäre. Er tastete sich der Wand entlang zum Lichtschalter. Dann sah er auf dem Tisch die Karte, die er der Mutter hatte schreiben wollen. "Cara mia mamma", hatte er geschrieben; dann war er eingeschlafen. Hastig entkleidete er sich und kroch ins Bett. Kaum berührte sein Kopf das Kissen, so schlief er schon wieder. Nun träumte er nicht mehr vom Vorarbeiter und von der Werkstatt; er sah das Hospiz, den Vater mit Ross und Wagen und die Mutter, die er über alles liebte.

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