Genaue Trasse-Nivellierung

Grob-Nivellierung

Zum Nivellieren des Trasses habe ich mir eine Laser-Wasserwaage gebastelt.
In einem Baumarkt habe ich eine Wasserwaage mit eingebautem Laserpointer gesehen. Das wär's doch!
Der Preis von über 300 Franken war mir nun aber doch etwas zu hoch. Also war Selbstbau angesagt.

Ich kaufte mir eine gewöhnliche Wasserwaage von 40 cm Länge, dazu einen Schlüsselanhänger mit Laserpointer für weitere 20 Franken.
Auf der Fräsmaschine wurde aus einem Nylonklotz ein passendes Stück gefräst, ein Loch im Durchmesser des Laser-Pointers wurde genau waagrecht hineingebohrt und der Stromanschluss des Pointers wurde mit Kabeln über einen Schalter an eine Batterie herausgeführt. 
An Stelle des einen Endschutzes der Wasserwaage wurde dieser Klotz eingesetzt und fertig war die Laser-Wasserwaage. Anschliessend wurde das Ganze auf ein altes Videostativ montiert.
Mit dem Pointer fixiere ich eine feste Eichmarke an der Wand (Niveau 0). Dann kann ich die Wasserwaage drehen. Beim Nivellieren kann ich so den Nullpunkt des Massstabs auf den Laserpunkt ausrichten. Nun wird das Trasse-Brett mittels der Muttern auf der Gewindestange auf die richtige Höhe eingestellt.

Nachtrag:
Inzwischen sind Laser-Wasserwaagen inkl. Stativ für weniger als 100 Fr. im Baumarkt erhältlich!

Fein-Nivellierung

Nach dem "groben Ausrichten" des Trasses geht es an die Fein-Nivellierung.
Durch Ungenauigkeiten beim Messen bei der Grob-Nivellierung finden sich nach wie vor leichte "Wellen" in der Trasseführung. Diese gleiche ich mit Hilfe eines "Nivellierzuges" aus.

Hierfür nehme ich eine kleine, leichte Lokomotive, welche keine Haftreifen (wichtig!!) besitzt. Ich benutze dafür die E 3/3 der SBB "Tigerli" von Liliput. Weiter gehören zum Zug einige Flachwagen, welche mit Bleiklötzen (Fischerblei) beladen werden.

zug zur Fein-Nivellierung
Dieser Zug wird so beladen, dass er die Strecke gerade noch problemlos bewältigen kann. Dies ist das Grundgewicht.
Jetzt wird das Gewicht fein (10 - 20 g) so weit erhöht, bis der Zug schleudernd irgendwo liegen bleibt. 
Hier ist nun Fein-Nivellierung angesagt.
Zur Kontrolle wird der Zug zurückgesetzt und sollte bis zur nächsten Stelle weiterfahren.
Wird die ganze Steigung problemlos mit diesem Gewicht überwunden, wird das Gewicht erneut fein erhöht. 
Dies geschieht so lange, bis es einem verleidet ☺, oder bis eine weitere Erhöhung keinen Sinn mehr macht.
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