Gesteinsbrocken
auf Bergwiesen und in Bachbetten

Eigentlich hatte ich vor, für die auf Alpwiesen und im Bachbett liegenden Gesteinsbrocken richtige Steine zu benutzen.

Jetzt ergab sich aber ein Farbproblem. Die Gipsfelsen passten farblich nicht zu den "Natur-"Steinen.
Es gab nur eine Lösung, ich musste diese Gesteinsbrocken ebenfalls aus Gips nachgiessen.
Der Aufwand mit den Latexformen war mir für diese kleinen Abgüsse allerdings zu gross. Deshalb suchte ich nach einer einfacheren Möglichkeit, Natursteine in Gips abzugiessen.

Dabei kam ich auf die unten beschriebene Lösung. Sie eignet sich durchaus auch dazu, grössere Felsen abzuformen.

Als Material zum Abformen benutze ich nicht Latex, sondern Knetmasse, wie sie in jedem Spielwarengeschäft erhältlich ist.
Diese Knetmasse (Stangen) sind sehr stark ölig und deshalb wasserabstossend. Das hilft uns, ohne Trennmittel auszukommen.
Da die Gesteinsbrocken auch auf die "Wiesen" gesetzt werden sollen, habe ich mir Natur-Steine mit markanten, spitz zulaufenden Enden gesucht.

Das Vorgehen:
Als Erstes muss die Knetmasse gut durchgewalkt werden. Sie muss weich und geschmeidig werden.

Je nach Grösse und Form des ausgewählten Steines wird die Knetmasse mandelförmig, oder zu einer Kugel geformt.
Der Stein wird nun in Wasser getaucht. Dieser Wasserfilm verhindert ein Kleben der Knetmasse am Stein.

 
 

Mit der ausgesuchten Spitze drücke ich den Stein in die Knetmasse.
Jetzt wird die seitliche Knetmasse mit dem Daumen langsam von unten gedrückt.

Ist die gewünschte Höhe erreicht, dann wird die Knetmasse nochmals überall gut angedrückt.

 
 

 
 

Sollte sie beim Drücken reissen, nimmt man einfach von einem zu dicken Wulst etwas Masse weg und drückt sie auf die Öffnung und verstreicht die Ränder.

Jetzt wird der Stein aus der Knetmasse herausgelöst.

 
 

Dazu drückt man vorsichtig die Ränder der Masse nach aussen, bis man den Stein fassen und herausziehen kann.

Auf dem Bild ist schön zu sehen, wie die Knetmasse die feine Struktur des Steines übernommen hat.

Jetzt werden die Formen zum Giessen bereitgestellt. Damit die kleineren Formen nicht umfallen, stelle ich sie zwischen Abfall-Winkelstücke.

Sind genügend Formen vorhanden, so dass sich das Anrühren lohnt, wird der Gipsbrei bereitgemacht.

Für die kleinen Formen muss der Gips sich gut giessen lassen. Ich benutze dafür gewöhnlichen Gips aus dem Baumarkt.

Ich gebe einen Joghurt-Becher mit Wasser in das Mischgefäss.

Unter ständigem Umrühren gebe ich dann die Menge von knapp zwei Joghurt-Bechern Gips dazu. (Menge kann variieren, je nach Qualität des Gipses)
Der Gipsbrei muss sämig sein. (Lieber etwas zu nass, als zu steif.)
Nachdem der Gips eingerührt ist, wird der Brei in die bereitgestellten Formen gegossen. Anschliessend sofort mit einem kleinen Spachtel den eingegossenen Gipsbrei leicht bewegen, damit die eingerührten Luftblasen aufsteigen können.
Jetzt müssen wir den Gips erstarren lassen.

Nach etwa einer halben Stunde ist es soweit und wir können die Knetmasse von den Giesslingen lösen.
Geht man dabei vorsichtig zu Werke, dann kann man vielfach die Form ein zweites Mal zum abgiessen benutzen.
Ansonsten knetet man die Masse wieder durch und stellt eine neue Form her.

 

 

An den Giesslingen werden die überstehenden Ränder vorsichtig abgebrochen oder mit einem Messer weggeschabt. (Vorsicht! Der Giessling ist noch weich!)

Das Original und der spätere Abguss stimmen bis in die feinsten Details überein.

Wenn die Giesslinge nach einigen Tagen durchgetrocknet sind, werden sie wie die Felsen angefärbt.

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