Steuerungsausschuss sucht koordinierte «Gesamtlösung»
für Erstfeld und Uri

Diverse zukünftige Ereignisse am Gotthard werfen bereits jetzt ihre Schatten voraus.
So wird ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 die Schweizerische Südostbahn SOB für das nationale Zugsangebot auf der Gotthard-Bergstrecke verantwortlich zeichnen.

Damit wird die durch die ehemalige Leiterin SBB Personenverkehr Jeannine Pilloud eingebrockte leidige Umsteigerei wieder ein Ende haben.

Dank der nun wieder durchgehenden Fahrten über die Bergstrecke wird diese Linie deutlich aufgewertet werden und hoffentlich einen Teil ihrer Wichtigkeit zurück erhalten.
Zumindest für uns Urner entstehen zu diesem Zeitpunkt wieder umsteigefreie Verbindungen am Gotthard.

Themenbild So soll es im Kantonsbahnhof Uri dereinst zugehen. Giruno, ETR 610 und IR.

Nach Vorstellung der Urner-Regierung soll mit dem Kantonsbahnhof Altdorf der Kanton Uri ab Dezember 2021 einen Angebotsausbau erfahren.
Hiermit soll die Entwicklung des Tourismus- und Wirtschaftsstandorts Uri unterstützt werden.

In Hinblick auf diese kommenden Änderungen haben der Kanton Uri, die Gemeinde Erstfeld, die SOB und die SBB Projektstrukturen geschaffen, die eine konkrete Befassung mit Veränderungen und Perspektiven ermöglichen.
Dies jeweils mit Blick auf den Standort Erstfeld aber auch auf den gesamten Kanton Uri.

Im Vordergrund soll dabei die Erarbeitung und das Auslösen eines wertschöpfenden Umsetzungsprogramms für eine koordinierte «Gesamtlösung» mit nachhaltigen, zukunftsträchtigen Perspektiven für den Standort Erstfeld stehen.

Konkret erarbeiten vier Arbeitsgruppen für die Bereiche Bahnbranche, Tourismus, Wohnraum/Areale sowie Innovation, Technologie, Aus- und Weiterbildung bis Ende Jahr konkrete Vorschläge.
Das Projekt steht unter der Leitung eines Steuerungsausschusses, der von Volkswirtschaftsdirektor Regierungsrat Urban Camenzind präsidiert wird und dem folgende Personen angehören: Jacques Boschung, SBB, Chef Infrastruktur; Rainer Ducrey, SBB, Leiter HR Infrastruktur; Emil Kälin, Volkswirtschaftsdirektion Uri; Thomas Küchler, CEO SOB; Daria Martinoni, SBB, Leiterin Region Ost; Pia Tresch, Gemeindepräsidentin Erstfeld.
Der Fokus des Projekts soll auf den mittel- und langfristig zu erschliessenden Potentialen für den Standort Erstfeld und den Kanton Uri sowie den darauf basierenden Perspektiven liegen.

Offen bleibt allerdings nach wie vor eine Lösung der, im Rahmen des neuen Produktionskonzepts SOB, betroffenen Mitarbeitenden der SBB.
Hier finden laut Pressemitteilung Gespräche zwischen den Mitarbeitenden, der SBB und den Sozialpartnern statt. Diese sind allerdings nicht Bestandteil der Perspektive Erstfeld.