Stadler Rail testet am Gotthard eigenes ETCS-System

Aktuell (24.09.2019) testet Stadler Rail ihr eigenes ETCS-System.
Dafür kommt der SOB-Triebwagen BDe 94 85 7 576 058-2 Wollerau zum Einsatz.

Stadler hat sich vor zwei Jahren dazu entschieden, in den Bereich Signalling zu investieren.
Ziel dieser Investition ist es, einen weiteren wichtigen Bestandteil moderner Zugtechnologie im Mutterhaus zu entwickeln und somit die Unabhängigkeit des Unternehmens auszubauen.
Hierfür hat Stadler einen eigenen Engineering-Standort in Wallisellen aufgebaut.
Dieser Ausbau umfasst auch ein Joint Venture Namens ANGELSTAR mit der italienischen Firma Mermec, einem Hersteller von Zugsicherungssystemen.

Als Ergebnis liegt nun das ETCS-Zugsicherungssystem Namens GUARDIA von Stadler vor.
Dies bedeutet für den Schienenfahrzeughersteller aus der Ostschweiz einen wichtigen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte.

GUARDIA soll zum ersten Mal in der Schweiz bei den neuen FLIRT der BLS zum Einsatz kommen.
Damit wird diese ETCS Level 2-Neuentwicklung nach dem neusten Stand der Technik (SRS 3.4.0) erstmals in einer grösseren Serie von Triebzügen installiert.

Themenbild Als Testfahrzeug dient Stadler der in Samstagern als Reserve abgestellte BDe 4/4 576 058 "Wollerau" der SOB.
Hier am 24. 9. 2019 im Nordkopf des Bahnhofs Altdorf, bereit zur Ausfahrt in Richtung GBT.