Reduzierte Verfügbarkeit der ETR 610-Flotte der SBB

Die Verfügbarkeit der internationalen Astoro Flotte der SBB (ETR 610 / RABe 503) ist derzeit stark reduziert.

Die ETR 610 / RABe 503 heissen bei den SBB neuerdings "Astoro", von italienisch Astore für Habicht.
Nachdem der zukünftige Zug für den Gotthard-Verkehr von Stadler mit "Giruno" einen Namen aus der Vogelwelt erhielt (rätoromanisch girun für Mäusebussard), mussten die SBB für den ETR 610 nachziehen.

Die Astoro werden für den internationalen Verkehr zwischen Frankfurt–Basel–Mailand, Zürich–Mailand–Venedig und Genf–Mailand eingesetzt.

Themenbild ETR 610 / RABe 503 oder neuerdings "Astoro". Bild: André Niederberger

Zwei Astoro-Züge befinden sich in der Revision bzw. im regulären Unterhalt.

Vier weitere Fahrzeuge stehen zur Zeit nicht zur Verfügung, wegen fehlerhaft produzierter Federn in den Drehgestellen der ersten acht Astoro der zweiten Serie (RABe 503 011 – 503 018).
Diese weisen nicht die geforderte Dauerfestigkeit auf und brechen daher frühzeitig und müssen durch neue Federn ersetzt werden.
Für den Tausch der Federn müssen in einem aufwändigen Prozess die Drehgestelle der Fahrzeuge aus- und wieder eingebaut werden.
Bei gebrochenen Federn besteht kein Sicherheitsrisiko – das Fahrzeug muss jedoch ausgesetzt werden.

Nicht betroffen von diesem Problem sind die Astoro Fahrzeuge der ersten Serie sowie auch die letzten vier produzierten Fahrzeuge der zweiten Serie (RABe 503 019 – 503 022).

Auch Trenitalia verfügt über eine Flotte von sieben nahezu baugleichen ETR 610, welche in der Schweiz eingesetzt werden. Diese sind nicht von den fehlerhaften Federn betroffen. /p>

Trotz rascher Reaktion, kann die SBB nicht verhindern, dass es aktuell auf der Nord-Süd-Achse in Richtung Mailand zu Angebotseinschränkungen kommt.
So kann es vorkommen, dass an Stelle von zwei gekuppelten Astoro-Zügen nur ein einzelner Zug eingesetzt werden kann und damit deutlich weniger Sitzplätze zur Verfügung stehen..

Quelle: SBB-Medienstelle