Profileinschränkung im Gotthard-Scheiteltunnel

Am 25. April 2017 meldeten die Verantwortlichen für die Überwachung der Infrastrukturanlagen, dass das Lichtraumprofil im Gotthard-Scheiteltunnel zwischen Göschenen und Airolo nicht mehr gewährleistet sei.

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Blick in den Gotthardtunnel

Seit diesem Datum wurden verschiedene Massnahmen erlassen, wie eingeschränkte Profile für Containerverkehre und ein Verbot für aussergewöhnliche Sendungen mit Lademass-Überschreitung.

Der Scheiteltunnel muss nun mittels Tunnelscan auf beiden Geleisen komplett neu vermessen werden.
Bis diese Ergebnisse vorliegen und entsprechende Massnahmen ergriffen werden können, gelten die oben angeführten Einschränkungen.

Das bedeutet allerdings, dass bei einem Ereignis, und während den Unterhaltsnächten (Mo/Di) im Gotthard-Basistunnel, die Bergstrecke für die gewohnten Umleitungen im Güterverkehr nur beschränkt zur Verfügung steht.

Soweit eigentlich ein normaler Vorgang.
Brisant ist allerdings eine unbestätigte Aussage eines Insiders, dass es sich beim Fehler im Lichtraumprofil um eine Überschreitung in der Höhe um lediglich 16 mm handeln soll.
Und weiter, dass der Fehler anlässlich einer fehlerhaften maschinellen Krampung entstanden sei.
Eigentlich erstaunlich, arbeiten diese Maschinen doch mit Laser-Ausrichtungen, um die Höhe der Schienen-Oberkante (SO), und damit in Tunnels auch das Lichtraum-Profil, genau zu erhalten.