«Schaggi»
In nomine patris ...
Früh morgens in Solothurn fuhr ein katholischer Frauenverein mit dem «Doppelpfeil» Richtung Tessin.
Unmittelbar vor Göschenen kam der, die Frauen begleitende Pfarrer, klopfte beim Führer-Stand an und fragte den «Schaggi», ob er über das Mikrofon eine Messe lesen könne.
"Selbstverständlich", antwortete «Schaggi», "ich stelle gleich das Mikrofon ein."
Nun, der Pfarrer begann im Gotthard Tunnel, wo seine Schäfchen nicht abgelenkt waren, und die eine oder andere Frau ohnehin ein leises Herzklemmen verspürte, mit seiner Messe.
Gegen Ausgangs Tunnel kam rechtzeitig die Schluss-Oration, und plötzlich sah der Herr Pfarrer aus dem Führerstand die sich eröffnende Pracht des Tessins.
Überwältigt hielt er inne und meinte nach einem Moment zu «Schaggi»: "Herrgott, ist das schön, nun will ich die Aussicht geniessen. Das «secula seculorum» können die ja auswendig und sollen selber fertig beten."
Das Mikrofon auszuschalten hatte er allerdings vergessen.