«Schaggi»

«Schaggis» Notlösung

Eines Tages hatte «Schaggi» den Zug Bellinzona – Airolo zu führen.
Es war ein prächtiger heisser Tag. Nun, anstatt wie üblich ein Fläschli Wasser, trank er deren zwei.
Ausserhalb Faido begann das Drama. Immer mehr rumpelte es in seinem Magen und der Drang nach einem gewissen Örtchen wurde immer dringender.
Von einem Bein aufs andere wechselnd, verklemmte er, was nur möglich war und kalte Schweissausbrüche folgten bis kurz vor Airolo. Da konnte er die Natur einfach nicht mehr bremsen.

Dafür bremste er seinen Schnellzug an einem günstigen Ort, was ja bekanntlich höchst verboten war.
Seinem inneren Druck folgend, bereitete er sich während dem Bremsmanöver vor. Papier in der einen Hand, Hosenträger gelockert, so sprang er in einem Satz zwischen Maschine und Postwagen ... und, die Hosen waren gerettet.

Dass der Zug auf offener Strecke anhielt war natürlich nicht normal. Besonders fiel dies dem Zugführer auf, der nach vorne gerannt kam.
Nach seiner Blitzaktion stand der «Schaggi» schon wieder behost zwischen den Wagen.
"He Schaggi was ist denn los", lärmte Zugführer Werni Fries.
"Ja weisst Du", konterte dieser, "ich musste den Luftschlauch wechseln, steig nur wieder ein und ich gebe den Pfiff zum losfahren."
"Ja, Gottfriedstutz, das habe ich noch nie erlebt, dass einer so schnell den Schlauch wechseln kann! Alle Achtung «Schaggi»", meinte Werni Fries und verschwand.